Förderprogramme für Investitionen in Energiesparmaßnahmen und Erneuerbare Energien
Wer bei der Modernisierung seines Altbaus in Energiesparmaßnahmen und Erneuerbare Energien investiert, kann auf viele Fördertöpfe zugreifen. Dies gilt für private und kommunale Investitionen. Den Überblick zu behalten, ist da gar nicht so einfach. KLIMAWERK Energieagentur und Stadt Lüneburg boten deshalb am 31. Mai eine dreistündige Informationsveranstaltung an, die von der Volksbank Lüneburg und von der Eisenvater & Stitz KG unterstützt wurde. Achtzig Handwerker, Architekten, Ingenieure, Gebäudeenergieberater und Vertreter aus Politik und Verwaltung informierten sich über "Förderprogramme für energetische Altbausanierungen und Erneuerbare Energien".
Ingrid Dziuba-Busch vom Umweltamt der Stadt Lüneburg stellte das städtische Förderprogramm zur Nutzung regenerativer Energien vor. Axel Papendieck von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Berlin erläuterte die aktuellen wohnwirtschaftlichen Förderprogramme: ökologisch Bauen für Neubauvorhaben, CO2-Gebäudesanierungsprogramm und Wohnraum Modernisieren öko Plus/Standard für die energetische Modernisierung von Altbauten sowie Solarstrom Erzeugen für die Finanzierung von Photovoltaikanlagen. Für die energetische Gebäudesanierung im kommunalen Bereich stellte er die Programme Kommunal/Sozial Investieren vor.
Druckfrisch liegt das neue Wohnraumförderungsprogramm 2007 des Landes Niedersachsen vor. Informationen dazu gab es von Bernd Riethmüller von der Niedersächsischen Landestreuhandstelle (LTS). Das Land unterstützt, bei Einhaltung von Einkommensgrenzen, Familien mit mindestens zwei Kindern sowie Schwerbehinderte mit zinslosen Darlehn. Neu ist, dass der Kauf nur noch dann gefördert wird, wenn gleichzeitig Modernisierungen durchgeführt werden. 2007 gewinnt umweltbewusstes Sanieren an Bedeutung. Anträge auf zinslose Darlehen können Hauseigentümer stellen, die ihr selbstgenutztes oder vermietetes Wohngebäude mit Baujahr vor 1984 energetisch modernisieren wollen.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Solarkollektoranlagen und Biomassekessel mit Investitionszuschüssen sowie Biomasse- und Geothermieheizwerke im Rahmen des KfW-Programms Erneuerbare Energien. Mehr Informationen hierzu lieferte Ingo Kempa von der KLIMAWERK Energieagentur, der zudem über Modellvorhaben der Deutschen Energie-Agentur (dena) zum Thema "Niedrigenergiehaus im Bestand" und "Niedrigenergiehaus in Schulen" informierte.


